Mann steht auf einer wackligen Leiter und streicht eine WandMann steht auf einer wackligen Leiter und streicht eine Wand

06.07.2018

5 häufige Irrtümer über die Unfallversicherung

Wer sich nach Unfällen auf die gesetzliche Versicherung verlässt, kann unangenehme Überraschungen erleben. Wir klären auf – und zeigen, wie eine private Unfallversicherung schützt.

Beim Wanderausflug kann man auch mal danebentreten. Einmal kurz nicht aufgepasst – und das Leben kann sich schlagartig ändern. Meist ist ein gebrochenes Bein zwar nach wenigen Wochen wieder verheilt. Doch manchmal dauert es auch länger. Oder es bleibt eine dauerhafte Beeinträchtigung zurück. Was viele nicht wissen: In allen drei Fällen unterstützt die private Unfallversicherung. Nicht jedem sind die vielfältigen Möglichkeiten und Leistungen dieses Schutzes bewusst. Teils kursieren auch Fehleinschätzungen, die im Falle eines Falles schlimme Folgen haben können. Fünf Beispiele:

1. Irrtum: »Nach meinem Unfall zahlt meine Krankenkasse alles, auch im Ausland.«

Nach einem Sturz beim Wandern im Ausland lernt man statt der einheimischen Kultur ein Krankenhaus kennen. Leider reichen die Sprachkenntnisse aber nur zum Lesen der Speisekarte, und nicht, um mit dem Arzt über den Gesundheitszustand zu sprechen. Hilflose Übersetzungsversuche per App müssen Allianz Unfallversicherte aber nicht unternehmen. Wer im Krankenhaus liegt, darf sich von einem Dolmetscher helfen lassen. Verletzungsfolgen, Behandlung und Heilverlauf werden dann in der Muttersprache erklärt. Ist ein Rücktransport aus medizinischen Gründen notwendig, übernimmt der Allianz UnfallSchutz auch diese Kosten, die gesetzliche Krankenversicherung hingegen nur die Behandlungskosten beim Arzt oder im Krankenhaus. Und selbst das nur, wenn entsprechende Abkommen mit dem Reiseland bestehen.

2. Irrtum: »Der gesetzliche Unfallschutz reicht mir.«

Der Sturz bei der Wanderung war so schwer, dass die Behandlung langwierig ist und womöglich eine Beeinträchtigung bleibt. Auf die gesetzliche Unfallversicherung kann der Pechvogel dann nicht zählen. Diese übernimmt Reha-Maßnahmen oder eine Rente nur nach einem Unfall bei der Arbeit, in der Schule oder auf den direkten Wegen dorthin. Allerdings passieren rund 70 Prozent aller Unfälle in der Freizeit. Wer sich für die Folgen absichern möchte, muss privat vorsorgen. Kern der privaten Unfallversicherung ist eine Geldleistung bei bleibender Beeinträchtigung – in der gesetzlichen Unfallversicherung gibt es so eine Leistung nicht. Mit dem Geld kann etwa das Haus behindertengerecht umgebaut oder eine Umschulung bezahlt werden. Damit man nach einem Unfall weiterhin ein selbstbestimmtes Leben führen kann. Hier ergänzen sich Berufsunfähigkeitsversicherung und private Unfallversicherung perfekt: Erstere sichert das monatliche Einkommen ab, Letztere deckt den Extraaufwand.

3. Irrtum: »Es gibt bei der privaten Unfallversicherung viel zu viele Ausschlüsse.«

Vor der Wanderung gab es zum Mittagessen ein Glas Wein? Oder es war eigentlich klar, dass niemand über diesen breiten Felsspalt springen kann? Dann zahlt doch keine Versicherung. Stimmt nicht! Unfälle nach Alkoholkonsum – außer im Straßenverkehr – oder bei grober Fahrlässigkeit sind in der privaten Unfallversicherung versichert. Nur wer vorsätzlich eine Straftat begeht, der geht leer aus. Auch Taucher, Rugbyspieler oder Freerider müssen sich keine Sorgen um ihren Unfallschutz machen, wenn sie ihre Hobbys ausüben. Sogenannte Extremsportarten sind genauso gedeckt wie das Fußballspiel im Garten. Nur wer gern in die Luft geht, etwa Segelflieger oder Paraglider, benötigt zusätzlichen Schutz.

4. Irrtum: »Die private Unfallversicherung zahlt erst nach Jahren. Und nur, wenn ich bleibende Schäden habe.«

Bei schweren Verletzungen ist schnelle Hilfe gefragt, auch finanziell. Allianz Versicherte bekommen deshalb bei bestimmten Verletzungsmustern, wie etwa schweren Verbrennungen oder Schädel-Hirn-Verletzungen, sofort eine Geldleistung in Höhe von zehn Prozent der vereinbarten Versicherungssumme. Das Geld wird auf eine später festgestellte Invaliditätsleistung angerechnet. Erholt sich der Verunfallte vollständig, muss er das Geld nicht zurückzahlen. Beim Allianz UnfallSchutz kann außerdem zusätzlich der Baustein Akutleistung gewählt werden. Dann erhalten Pechvögel zum Beispiel auch Geld bei Knochenbrüchen oder Bänderrissen, selbst wenn keine Beeinträchtigung bleibt. Bei Kindern kann von dem Geld etwa die Nachhilfe bezahlt werden, wenn sie wegen eines Beinbruchs ein paar Wochen Schule verpasst haben.

5. Irrtum: »Ich bekomme nur Geld, keine Reha oder persönliche Unterstützung.«

Wie funktioniert der Rücktransport aus dem Ausland? Welche Möglichkeiten gibt es für eine optimale Behandlung der Unfallfolgen, und wer zahlt die, wenn die Kasse nicht mitspielt? Und was muss man beim Wiedereinstieg in den Beruf mit Rollstuhl beachten? Der persönliche Unfallberater der Allianz ist jederzeit an der Seite des Verunfallten. Ab dem Zeitpunkt des Unfalls, während der Genesung und auch danach, falls eine Beeinträchtigung bleibt. Wer im Notfall zusätzlich auf die Organisation von Haushaltshilfen, Wäsche und Einkaufsservice oder Kinderbetreuung nicht verzichten möchte, kann den Service mit dem Baustein Rundumschutz erweitern. Noch schneller auf die Beine kommen Verunfallte, die den Wieder-Fit-Baustein abgeschlossen haben. Der medizinisch geschulte Unfallberater erstellt dann einen individuellen Behandlungs- und Therapieplan und vereinbart Termine bei Spezialisten – ohne die sonst typischen Wartezeiten. Kosten für zusätzliche Therapien werden bis 10.000 Euro übernommen.

Text  Charlotte Gerling
Foto  iStock/Brett Taylor

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