Lara Markthaler, auf Instagram gefeiert als Südafrikas »Pink Tornado«, schreibt Geschichte: Bei der WM 2025 holte die 18-Jährige das bislang beste Ergebnis ihres Landes. Und träumt jetzt den großen Traum von Olympia. Was die gebürtige Münchnerin dabei antreibt, verrät sie in ihrem Liebesbrief an den Skirennsport.

Die Allianz und ihre Agenturen unterstützen Sportveranstaltungen auf allen Ebenen – vom örtlichen Jugendturnier bis zum Spitzensport – und fördern so Bewegung, Inklusion und Teamgeist. Denn als Versicherer steht die Allianz für Sicherheit, Vorsorge und Gesundheit.
Seit 2021 ist die Allianz deshalb weltweiter Partner der olympischen und paralympischen Bewegungen. Das Engagement läuft bis 2032 und baut auf der seit 2006 bestehenden Zusammenarbeit mit der paralympischen Bewegung auf.
Zur Person

Lara Markthaler (Jahrgang 2007) ist eine deutsch-südafrikanische Skirennläuferin, spezialisiert auf Slalom und Riesenslalom. Die in München geborene Athletin, die für den Verband Snow Sports South Africa antritt, sammelte u.a. bei den Olympischen Jugend-Winterspielen 2024 sowie bei der WM 2025 in Saalbach internationale Erfahrungen auf Top-Niveau. Auf Instagram folgen der Influencerin mit den pink gefärbten Haaren mehr als 100.000 Fans. Dort gibt sie Einblick in ihr sportliches Leben, zu dem u.a. auch Mountainbiken und Kitesurfen zählen.

Hey Skirennsport!
»Send it« – auf Deutsch: »Lass laufen« – das ist unser gemeinsames Motto. Ich habe daraus sogar als eine Art Liebesbeweis ein passendes Logo gestaltet. Unser Logo-Sticker kommt auf alles, was mit uns zu tun hat. Er ist Ausdruck unserer Leidenschaft und eine Einstellung, die wir mit der ganzen Welt teilen wollen.
Wer hätte gedacht, dass aus der lockeren Freundschaft, die wir früher hatten, mal so viel mehr entsteht?
Ich komme aus einer sportbegeisterten Familie. Meine Mutter, die aus Südafrika stammt, hat dort als Jugendliche im Nationalteam geturnt, mein Vater ist Skirennen gefahren. Ich war knapp zwei Jahre alt, als meine Eltern mich zum ersten Mal auf Skier stellten.
Der Skirennsport und ich: Wir sind zusammen aufgewachsen. Du warst immer da, eine Familienangelegenheit sozusagen. Draußen sein, trainieren, Action – das hat mir schon immer gefallen. Aber ich gebe zu: Zwei Jahre später kam ein Nebenbuhler ins Spiel: Downhill-Mountainbiken. Auch schnell, aufregend, in der Natur. Ihr beide habt um meine Aufmerksamkeit gerungen. Mit zwölf Jahren stand ich dann vor der Entscheidung. Und mir war klar: Eine Sache voll und ganz zu beherrschen, ist besser als zwei Sachen nur halb.
Warum ich mich für den Skirennsport, genauer: für meine Disziplin Slalom, entschieden habe? Es ist diese Mischung aus Geschwindigkeit und Wendigkeit, der hohe Adrenalinspiegel und das Fahren am Limit, was mich reizt. In Kanada, wo meine Eltern und ich viele Jahre gelebt haben, habe ich bei einigen Skirennen sehr erfolgreich abgeschnitten und auch gewonnen. Das waren Schlüsselmomente. Da habe ich gespürt: Das könnte wirklich klappen mit uns beiden. Plötzlich warst du nicht mehr nur mein Spielgefährte aus Kindertagen, sondern etwas Ernsthaftes, etwas mit Zukunft.
Ein weiteres Schlüsselerlebnis hatte ich mit 16 Jahren bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in Südkorea. Zur Eröffnungsfeier durfte ich die südafrikanische Flagge tragen. Ich war so stolz! Trotz einer Fußverletzung meisterten wir tapfer die sportlichen Herausforderungen. Eine Glanzleistung kam mit der Verletzung natürlich nicht zustande. Das Podest sahen wir nur von Weitem. Aber weißt du was? Ich habe auch in schwierigen Momenten nie darüber nachgedacht, dich zu verlassen. Wir gehen zusammen durch dick und dünn. Und bislang hat uns jede Herausforderung nur noch stärker gemacht. Wenn es mal nicht so läuft und ich frustriert bin, dann rufe ich mir ins Gedächtnis, dass ich noch vor zwei Jahren unbedingt da sein wollte, wo ich heute stehe. Ich habe es geschafft. Wir haben es geschafft. Und wir werden noch viel mehr schaffen.
Ein Grund dafür ist, dass wir es mittlerweile ernst meinen miteinander. Deswegen lebe ich heute in Innsbruck, mitten in den Alpen. Hier können wir unter perfekten Bedingungen trainieren. Und der Erfolg gibt uns recht: Erinnerst du dich an unsere Teilnahme an den Alpinen Skiweltmeisterschaften im Februar 2025 in Saalbach-Hinterglemm? Es war an meinem 18. Geburtstag, als wir dort oben im Starthäuschen standen. Um mich herum Stars, die ich als Kind noch vor dem Fernseher bewundert hatte. Ich bewegte mich unter ihnen und hatte dieselbe Herausforderung zu meistern: Eine sehr schwierig gesteckte Slalomstrecke auf extrem vereister und vor allem im letzten Teil unfassbar steiler Piste. Die Ausfallquote war jenseits von Gut und Böse. Die Kunst bestand darin, überhaupt heil runterzukommen. Mein Ansatz in diesem Moment: Heute kein »Pink-Tornado«, sondern Spur halten! Ich bin in meinem Leben noch nie einen so anspruchsvollen Slalom gefahren – und so belohnt worden: Im Zielbereich sangen rund 15.000 Zuschauende »Happy Birthday« für mich, und wir hatten am Ende mit Platz 29 ein Top-Ergebnis eingefahren. An diesem sonnigen Samstag habe ich mich neu in dich verliebt. Etwas hatte sich verändert. Wir waren anders als sonst an die Sache herangegangen. Nicht mit Vollgas, sondern bewusster, strategischer. Eine neue Facette, die mir gezeigt hat: Wir können unsere Ziele erreichen. Wir gehören hierher.
Unsere Beziehung ist noch so jung und vielversprechend. Wir reisen durch die Welt, und langsam kommen auch etwas Glamour und Fame dazu. Das genieße ich genauso wie die Trainingstage mit dir draußen in der Natur, das Panorama, die klare Luft, die Weite. Das Hier und Jetzt, in dem alle anderen Gedanken leiser werden. Das lädt zum Träumen ein. Und das tun wir auch. Unser gemeinsamer großer Traum sind jetzt die Olympischen Spiele 2026 in Mailand-Cortina.
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Lara
Text Petra Benesch
Fotos privat







